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Radio 80er - 90er

Wir spielen Pop und Rock Hits aus den 80er und 90er Jahren rund um die Uhr.

Gerade lÀuft:

Madonna

Am 16. August 1958 wird Madonna Louise Veronica Ciccone in Rochester im US Bundesstaat Michigan geboren. „Little Nonny“, wie sie von ihrer italo-amerikanischen Sippe genannt wird, ist fĂŒnf Jahre alt, als ihre Mutter an Brustkrebs stirbt. Zu diesem Zeitpunkt leben die acht Ciccone-Gören verteilt bei diversen Verwandten, da sich ihre Eltern zuvor getrennt hatten. SpĂ€ter heiratet Vater Tony Ciccone, zu Madonnas Verdruss, seine HaushĂ€lterin Joan Gustafson, die große StĂŒcke auf Disziplin hĂ€lt. Fortan steht Madonna als Ă€lteste ihrer Geschwister in der Verantwortung und darf Windeln wechseln.

Madonna - Rebel Heart

Die verstorbene Mutter wollte sie ursprĂŒnglich in ein Kloster schicken, durch den frĂŒhen Tod musste Little Nonny nur auf eine strenge katholische High School. Der Vater erlaubt ihr Tanzunterricht, in der Schule nimmt sie weitere Stunden. Dort erlebt ihre Umwelt zum ersten Mal die blasierte, frĂŒhreife und extrovertierte (SelbsteinschĂ€tzung) Madonna, die wohl so einigen Scheiß gebaut hat, um aufzufallen. Dennoch bringt die brave Tochter gute Noten nach Hause, schließlich rĂŒckt Papa 25 Cents fĂŒr jede „A“-Note raus.

Letzten Endes erweist sich die FrĂŒhstĂŒckskombo als Rohrkrepierer, da kommt das Angebot fĂŒr eine Rolle in „A Certain Sacrifice“ gerade recht. Dieser Softporno und einige andere Nacktaufnahmen, die spĂ€ter im Playboy erscheinen werden, fallen dem Starlet nicht schwer, solange sie der Karriere nicht abtrĂ€glich erscheinen.Nach der High School macht Madonna eine Tanzausbildung an der University of Michigan und zieht daraufhin nach New York. Es folgen ernĂŒchternde Jahre, mit lausigen UnterkĂŒnften und die Feststellung, dass mit Tanzen allein die Karriere nicht voran kommt. Ein Ausflug nach Paris bringt nicht den erhofften Erfolg. Wieder im Big Apple mit der festen Absicht, im Musikbiz Fuss zu fassen, grĂŒndet Madonna mit Dan Gilroy The Breakfast Band. Zwischenzeitlich hockt sie sogar hinter der Schießbude, um dann doch den Gesang zu ĂŒbernehmen.

1992 grĂŒndet sie das Label Maverick Recordings, das u.a. die Deftonesund Alanis Morrisette unter Vertrag nimmt. Noch im selben Jahr wird zur UnterstĂŒtzung der PromoaktivitĂ€ten von „Erotica“ ihr Fotoband „Sex“ veröffentlicht, ĂŒber den der Spiegel lĂ€sterte: „Szenen vom Raffinement einer Reeperbahn-Inszenierung„.Sire Records, ein Sublabel des Majors Warner Bros. Records, erbarmte sich ihrer und veröffentlicht 1983 fĂŒr schlappe 5000 Dollar Madonnas erste Single „Everybody“. Interessanter Weise wird sie fĂŒr eine afro-amerikanische Disco-Diva gehalten, ein Marketing-Gag der Plattenfirma. Das Debut verkauft sich 250.000 mal und erreicht Platz 3 in den Dance-Charts. Im selben Jahr erscheint Madonnas selbstbetitelte DebĂŒtplatte und der unaufhaltsame Aufstieg zum Weltstar und Massenidol nimmt seinen Lauf. Die Selbstinszenierung als Sexobjekt ruft entsprechende Reaktionen hervor: So findet etwa Mick Jagger die oberflĂ€chlichen und konsumverherrlichenden Songs der „Minnie Mouse auf Helium“ „nichtssagend„, das Time Magazine bezeichnet Madonna als „Mischung aus Heidi auf der Alm, Margaret Thatcher und Mae West“.

Bryan Adams

Der Kanadier Bryan Adams gehört zweifellos zu den Giganten des Mainstream-Rock’n’Roll. Seine Mischung aus bodenstĂ€ndigen Rocksongs und gefĂŒhlvollen Balladen bringt ihm etliche Top 10-Hits und Platin-Alben ein und macht ihn so zu einem der grĂ¶ĂŸten Rockstars, den die 80er Jahre hervor bringen. Den Fußstapfen von Genre-GrĂ¶ĂŸen wie Bruce Springsteenoder John Cougar Mellencamp folgend, versteht er es immer, deren rauhere Seiten radiotauglich abzumildern – nicht innovativ, aber handwerklich perfekt und vor allem erfolgreich.

Bryan Adams - Ultimate

Geboren am 5. November 1959 als Sohn der Emigranten Conrad J. Adams, der beim MilitĂ€r arbeitet und Elizabeth Jane Adams, die Lehrerin und Bibliothekarin aus Kingston/Ontario, beginnt Adams bereits frĂŒh Gitarre zu spielen, nachdem er sich schon als kleines Kind am Schlagzeug versucht. Auf der Klampfe fĂ€ngt er das erste Mal an, Songs aus eigener Hand zu spielen.

Der Beruf des Vaters zwingt die Familie in Bryans Kindheit stĂ€ndig dazu, umzuziehen. Als er sechs Jahre alt ist nach Ottawa, danach in die österreicheische Hauptstadt Wien und anschließend nach Portugal, wo die Adams von 1967 bis 1971 leben. Von Portugal aus ziehen sie zurĂŒck nach Ottawa und bald darauf nach Tel Aviv. Dabei weigert Bryan sich immer, ein stetigeres Leben zu fĂŒhren und an die MilitĂ€rakademie nach England zu gehen, die schon sein Vater und Großvater besuchten.

Als sich Mitte der Siebziger die Eltern des Multi-Talents scheiden lassen, zieht der Teenie mit seiner Mutter und seinem Bruder zuerst nach Ottawa, um sich danach endgĂŒltig in Vancouver niederzulassen. Dort fĂ€ngt er mit sechzehn Jahren an in Schulbands u. a. bei Shock als SĂ€nger und Gitarrist mitzuwirken. 1976 steigt er bei einer Glamrock-Band namens Sweeny Todd ein. Diese Kombo kann derzeit schon auf kleine Erfolge zurĂŒckblicken. Als Bandleader nimmt der Musikus sich jetzt die Freiheit heraus, die Highschool abzubrechen, er will sein zukĂŒnftiges Leben ganz der Musik widmen. Seinen bis dahin grĂ¶ĂŸten Hit „Roxy Roller“ singt Adams neu ein, und die Kombo released ihn bei London Records noch einmal neu. Am 18. September 1976 erreicht die Single Platz 99 in den Billboard Hot 100. Die Gruppe beginnt daraufhin zu touren und nimmt im August 1977 eine zweite Platte namens „If Wishes Were Horses“ auf. Im Dezember 1977 verlĂ€sst der SĂ€nger Sweeney Todd und unterzeichnet seinen ersten eigenen Plattenvertrag bei A&M. Er schreibt bereits mehrere Titel fĂŒr andere Interpreten, darunter Bonnie Tyler und Kiss.

„Let Me Take You Dancing“, die erste gemeinsame Single mit dem befreundeten Vallance, erscheint im Februar 1979. Sie ist 23 Wochen in den Billboard Dance Charts und verkauft sich weltweit 240.000 Mal. Nach dem Album-DebĂŒt mit „Bryan Adams2 beginnt er im Mai 1980, als Solo-KĂŒnstler mit Begleit-Band die BĂŒhne zu betreten. Der Allrounder spielt sich vier Monate in Clubs und Colleges die Finger wund, bis er 1981 beginnt, an seinem zweiten Album „You Want It, You Got It“ zu arbeiten. Das Album erreicht im Januar 1982 die Billboard Charts, die Single „Lonely Nights“ kommt sogar auf Platz 3 der Mainstream Rock-Charts. Mit dieser Scheibe zieht Adams durch Canada und das ferne Japan. „Reckless“ kommt 1985 an Byan Adams 25. Geburtstag in die LĂ€den, der Song „Run To You“ erreicht die Top Ten. Auch „Heaven“ sprengt alle Erwartungen und pirscht sich bis auf Platz 1 der Charts vor.
Die Achtziger und frĂŒhen Neunziger bescheren Bryan Adams großen Erfolg auf der ganzen Welt, stĂ€ndig hat er mit einem seiner vielzĂ€hligen Releases eine Chartplatzierung. Sein Bekanntheitsgrad schnellt in die Höhe und festigt sich durch die Zusammenarbeit mit bekannten KĂŒnstlern. 1995 auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt, nominiert ihn die Grammy Academy in den Kategorien „Best Male Pop Vocal Performance“ und „Best Song“. Der SĂ€nger engagiert sich bei vielen Charity-Konzerten und spielt bereits zu Vorwendezeiten im Juni ’88 vor 120.000 Zuschauern in Ost-Berlin.

Elton John

Es war einmal ein kleiner Mann mit Hut. Und Brille und Plateauschuhen und Federboas und anderem Krimskrams. Derart unansehnliche Rockstars sind ja eher die Ausnahme, aber Reginald Kenneth Dwight macht aus der Not eine Tugend: Der kleine Mann leidet zwar unter schweren Minderwertigkeitskomplexen, gibt sich aber die allergrĂ¶ĂŸte MĂŒhe, diese unter möglichst schrillen Outfits zu verbergen.

Young Thug/Elton John: "Rocket Man" in der Trap

Seine musikalische Karriere leitet der Brite Ă€ußerst zielstrebig ein. Geboren 1947, besucht er bereits mit elf Jahren Seminare an der Royal Academy of Music. In seiner ersten Band ‚Bluesology‘, in der er seit 1961 engagiert ist, sind der charismatische SĂ€nger John Baldry und der Saxophonist Elton Dean frĂŒhe Arbeitgeber und Mentoren. Ihrem Einfluss zollt Reginald Kenneth Dwight Tribut, indem er sich fortan Elton John nannte.

1967 stĂ¶ĂŸt der SĂ€nger ĂŒber eine Anzeige in einer Londoner Zeitung auf Texter Bernie Taupin. Andere Stimmen behaupten, die Plattenfirma Liberty Records hĂ€tte beide bereits ein Jahr frĂŒher zusammen gefĂŒhrt. Jedenfalls ist das 1969er Album „Empty Sky“ der Beginn einer langen und erfolgreichen Partnerschaft: „Er ist der Bruder, den ich nie hatte. Der beste Freund, den man sich vorstellen kann„, so Elton John ĂŒber Taupin, der seinerseits offenbar recht gut mit dem exzentrischen Musiker zurechtkommt: „Mal ist er wie der Weihnachtsmann, dann der Teufel leibhaftig. Doch der Arbeit und unserer Freundschaft hat es nicht geschadet„.

Seine grĂ¶ĂŸten Erfolge feiert Elton John in den Siebzigern. 1971 veröffentlicht er innerhalb nur eines Jahres drei Studio-LPs und ein Livealbum, darunter das großartige „Madman Across The Water„. Außerdem ist er der erste KĂŒnstler seit den Beatles, der mit vier Titeln gleichzeitig in den amerikanischen Top Ten vertreten ist. 1974 schreibt er gemeinsam mit John Lennon den Nr.1-Hit „Whatever Gets You Through the Night“, doch auch seine eigenen Songs sind in den Charts sehr erfolgreich. „Your Song“, „Rocket Man“, „The Bitch Is Back“, „Bennie And The Jets“, „Candle In The Wind“ und „Crocodile Rock“ heißen die Hits dieser Jahre, die heute noch fast jeder (er-)kennt. In dieser Dekade entsteht auch Elton Johns Klassiker „Goodbye Yellow Brick Road“, der zwei Monate am StĂŒck die Spitze der US-Charts besetzt.

Elton John - Wonderful Crazy Night

Auch in den 80ern produziert er einige sehr erfolgreiche Platin-Alben und Top 40-Singles. „I’m Still Standing“, „I Guess That’s Why They Call It The Blues“, Nikita“, Sad Songs“ und „Blue Eyes“ liefern den Soundtrack fĂŒr eine weitere Generation. Nebenher macht er mit seinem Engagement fĂŒr eine AIDS-Stiftung und einem herunter gekommenen Fußballclub (FC Watford) von sich reden.

1992 erscheint mit „The One“ ein Doppel-Platin-Album, das seine PopularitĂ€t erneut ins Zentrum des Interesses rĂŒckt. Ein 39 Millionen Dollar Deal fĂŒr einen Verlagsvertrag ist die materielle Belohnung fĂŒr seine jahrzehntelangen Anstrengungen, die Entwicklung der Popmusik voran zu treiben. Die Filmmusik fĂŒr Walt Disneys „König der Löwen“, die er in Zusammenarbeit mit Tim Rice schreibt, bringt neben einem Grammy auch seinen ersten Oskar. Ende des Jahrzehnts veröffentlicht das Rice/John-Duo mit „Aida“ einen weiteren Broadway-KnĂŒller.

Die spĂ€ten 90er sind fĂŒr Elton John geprĂ€gt von persönlichen Tragödien. Mit dem Tod enger Freunde konfrontiert, beschert ihm das Ableben von Prinzessin Diana den grĂ¶ĂŸten Single-Erfolg seiner Karriere. Extra fĂŒr sie hat er seinen Evergreen „Candle In The Wind“, den er ursprĂŒnglich zum Gedenken Marilyn Monroes schrieb, umgetextet. Was sich bereits einst aus sentimentalem Anlass gut verkaufte, knackt jetzt Bing Crosbys „White Christmas“-Weltrekord in verkauften Singles um 1,8 Millionen. „Candle In The Wind“ hĂ€lt sich drei volle Jahre in den kanadischen Top Ten, den Verkaufserlös der Single stellt er den von Lady Di unterstĂŒtzten karitativen Einrichtungen zur VerfĂŒgung.

Quelle LAUT AG